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Aus der Vereinsgeschichte
Seit dem 19. Jahrhundert läßt sich anhand von Dokumenten und Fotos ein reges Vereinsleben des Dorfes nachweisen.
Als die Königin Marie von Sachsen 1863 aufrief, Frauenvereine zu gründen, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts der Schönbrunner Frauenverein ins Leben gerufen, der bis 1933 erhalten werden konnte. 1928 wurden diese Vereine dem Landesverband für den christlichen Frauendienst angeschlossen.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Turnverein „Gut Heil" gegründet und Mitte der zwanziger Jahre in „Frei Heil" umgewandelt. Dieser existierte bis Mitte der dreißiger Jahre und hatte ca. 30 Mitglieder. Das Eigentum des Vereins bestand in folgendem: 1 Pferd, 1 Spannreck, 1 Holz- und 1 Eisenbarren, 2 Gewichtshanteln, 1 Matte, 2 Hochsprungständer und 2 Unterstücke für diese.
Ein besonderes Verdienst erwarb sich der Verein, indem er für die Gefallenen des I. Weltkrieges auf dem Dorfplatz ein Denkmal errichten ließ. Am 3. Juni 1921 wurde es geweiht. Auch die materiellen und finanziellen Vorbereitungen nahm der Turnverein mit anderen Gemeindeangehörigen in die Hand. Der Gedenkstein aus Fichtelgebirgsgranit, von Steinmetz Wilhelm Erhardt aus Planschwitz gearbeitet, mußte Anfang der sechziger Jahre dem Straßenbau weichen. Die Zertrümmerung des Steines gelang nicht, und deshalb wurde er mit in die Straßendecke eingelassen. Dank wachsamer Schönbrunner Bürger konnte der beschädigte Stein bei der Erneuerung des Dorfplatzes im September 1992 wieder gehoben werden. Er hat einen würdigen Platz auf dem Friedhof gefunden. Die Originalurkunde der Weihe, die sich zwischen Gedenktafel und Granitstein befand, konnte gerettet werden.
Nach dem erfolgreichen Krieg 1871 wurde auch in Schönbrunn 1895 ein Militärverein ins Leben gerufen. Das noch vorhandene Statut und ein Gewehrschrank des Vereins sind Zeugen dieser Zeit. Der Vorsitzende des Vereins war Hermann Rudert.Der Jugendverein „Einigkeit" bestand von 1895 bis 1915. Aufgenommen wurden Jugendliche ab 17 Jahren. Ein Höhepunkt für das ganze Dorf war immer der Jugendball. Bemerkenswert war die Formulierung im Statut über den „Ausschluß von Mitgliedern welche
a) ihre Unbescholtenheit verloren haben,
b) sich gegen die Vereinsgesetze vergehen
c) mit ihren Steuern und Strafgeldern ein viertel Jahr in Rückstand sind".
„Zu einem derartigen Beschlusse muß jedoch mindestens die Hälfte der anwesenden Mitglieder stimmen", hieß es dann weiter.
Der Gesangverein existierte von Anfang des 20.Jahrhunderts bis 1937 mit rund 21 Sängerinnenen und Sängern. Der Leiter war viele Jahre der Lehrer Erwin Lohse. Er betreute auch den Singkranz für Kinder. 1937 nahmen 5 Schönbrunner am Sängerfest in Leipzig teil. Mitte der fünf ziger Jahre bis Mitte der sechziger Jahre gab es einen gemischten Volkschor von 24 Sängerinnen und Sängern, der von Kurt Schiller Oelsnitz geleitet wurde.1993 beging der Züchterverein, der am 18. Dezember 1923 auf Initiative des Steigers Adolf Hofmann aus Schönbrunn von 26 Züchtern gegründet wurde, sein 70. Jubiläum. Adolf Hofmann wurde zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Am 9. Januar 1924 fand die 1. Ausstellung im Saal des Gasthofes statt. Das Vereinsbanner, grün/weiß, 90 x 100 cm, wurde am 5. Oktober 1929 angeschafft. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte der heute 86jährige Alfred Gemeinhardt. Der Verein erhielt am 16. November 1935 den Namen „Kleintierzüchterverein Schönbrunn und Umgebung, Sitz Schönbrunn". Die Wiedergründung erfolgte am 30. November 1947. Karl Kuhn war Vorsitzender.
1957 gehörten dem Verein 53 Mitglieder an. Seit 1959 beteiligten sich die Züchter regelmäßig an den LipsiaSchauen in Leipzig, an Kreis- und Ortsschauen. Die Hauptaussteller in Leipzigwaren Werner Lang, Sigfrid Meyer und Sigmar Seifert. Jährlich fanden Ortsschauen statt. 1983 übernahmen die Züchter die Baracke, die von der geologischen Erkundung Oelsnitz/E. gebautund genutzt wurde, als Spartenheim. Am 12. Oktober 1990 bekam der Kaninchen- und Geflügelzucht-verein Schönbrunn mit 42 Mitgliedern die Urkunde als eingetragener Verein ausgehändigt, den seit 1975 Sigmar Seifert leitet.
Im Oktober 1953 konnte die Betriebssportgemeinschaft der LPG „Otto Buchwitz" mit den Vorsitzenden Günter Lang und Heinz Meyer ins Leben gerufen werden. In tausenden von Arbeitsstunden wurde ein Feld des Bauern Fritsch zu einem Sportplatz hergerichtet und seit 1961 rollte wieder der Fußball. 1962 entstand die BSG Traktor Schönbrunn mit den Sektionen Fußball, Gymnastik und 1968 kam Reiten hinzu. Den Vorsitz der BSG hatte Heinz Scholz.