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Ortsteile > Ottengrün
Geographisches und Lage
Die kleine Gemeinde Ottengrün, ein reines Bauerndorf, dessen Größe sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat, liegt südwestlich von Oelsnitz zwischen den Dörfern Bobenneukirchen und Sachsgrün in einer flachen Talmulde.
Ottengrün wird von Bobenneukirchen aus über die Landstraße L II OK 360, die als Hauptstraße durch den Ort führt, in ca. 2,5km Entfernung erreicht.
An die Flur von Ottengrün grenzen folgende Territorien an:
Bobenneukirchen im Norden
Burckhardsgrün im Osten
Gassenreuth im Süden
Sachsgrün im Südwesten
Zettlarsgrün im Nordwesten.
Als markante Höhen um Ottengrün sind zu nennen:
der Brötzelberg 573,4 m uber NN, im Nordwesten
der Mittelberg 520,6 m über NN, im Osten
der Pferdeberg 583,5 m über NN, im Süden
der Assenberg 595,2 m über NN, im Westen
Die Höhenlage des Ortes selbst beträgt 510 m-520 m und die Durchschnittshöhe liegt bei 550 über NN.
Durch den Ort schlängelt sich der Dorfbach, welcher auch auf Ottengrüner Flur entspringt. Er wird innerhalb des Ortes von 4 Brücken überspannt. Nach dem Ortsausgang verläuft er bis zu seiner Einmündung in den Schafbach in einer Talmulde entlang der L II O. Ergehört zum Einzugsgebiet der Trinkwaasertalsperre "Feilebach".
Bezeichnungen für Orts und Flurnamen
Um 1100 begann die stärkere Besiedlung des Vogtlandes durch die Deutschen. Mann kann davon ausgehen, dass "Grün" ursprünglich nicht als Name für Ansiedlungen, sondern als allgemeine Bezeichnung für Flurteile(Gattungsname) ins Vogtland gekommen ist.
"Grün" waren für die Ansiedler verlockende Plätze im Wald, die ohne Rodung Futter und Wasser für das Vieh boten. Leute die sich an diesen Plätzen niederließen hießen "in der Grün". "Grün" wurde so zum Ortsnamen.
Das Bedürfnis zur Unterscheidung führte häufig dazu, den Namen des Ansiedlers (Besitzers) beizufügen. Der Ortsname Ottengrün deutet demzufolge auf die Siedlung eines "Ott" oder "Otto" hin. Eine andere Version der Namensentstehung, die sich auf Ote (Odin, Gode, Wodan), die bekanntesten und vornehmsten der altdeutschen Waldgötter bezieht, ist wohl sehr unwahrscheinlich.
Die Schreibweise des Namen hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach geändert. Seit der urkundlichen Ersterwähnung 1390 sind folgende Versionen überliefert:
1390 Ottengrüne Hofer Amtsbeschreibung
1398 Ottengrune Lehnbuch des Burggrafen Johann III von Nürnberg
1420 Ottengrune Regesten v. E. Wild
1425 Ottingrune Regesten v. C. Raab
1467 Otteingrun Laut Rechn. des Amtes Vogtsberg
1502 Ottengrun Handbuch v. Stadt u. Amt Hof v. Jahre 1502
1524 Ottengruen Sekretär Künzelsche Urkundensammlung
1791 Ottengrün Alphabetisches Verzeichnis aller in den Churfürstentum Sachsen befindl.
Ämter,...Rittergüter,...Dörfer,... von J. C. Schuricht
Die Schreibweise von 1791 wurde bis heute beibehalten.
Flurnamen
Ehrlicht ursprünglich "Erlich" weil dieser Platz in früherer Zeit mit Erlen bewachsen war
Albertsleithen Anpflanzung an der Talsperre, "Leithen" lässt auf Hanglage schließen
Beint auch Bente genannt waren ursprünglich mit einer Art Binsen bewachsen oder sumpfig.
Kolmarsbeint Grundwiese bei den Klärteichen
Rothenbeint
Dornwiese bei Degenkolb
Hohlweg zum Galgen
Eisenfraß rechts neben dem Hohlweg (rote Gesteinsablagerungen)
Pferdeberg in Richtung Sachsgrün
Mittelberg hinter dem Stall gegenüber der Albertsleithe
Assenberg Vorderer Teil Ottengrüner Flur / Hinterer Teil Sachsgrüner Flur
Brötzelberg unterteilt in Kleiner Brötzel (früher Pöhl und Hut) und Großer Brötzel
Kuhhut
Sauwiese früher im Besitz von Decker- Richtung Sachsgrün
Annspann Wiese Wolf ehem. Teich Standort zum Lehmziegel brennen, später ausgetrocknete Grube
Mordstein
Galgen oder Galgenberg Bei Fedeck Hohlweg hinauf ursprünglich Galgenstandort oder Stelle des Hochgerichts
Kirchsteig Bei Roth hinauf durchs Güntherholz, wurde früher auch als Schulweg genutzt
Ketzels Pöhl früher Ketzels Hübel (Pöhl ist die Bezeichnung für einen Hügel)
Die Fluren waren meist durch Wege getrennt. Diese waren oft Streitpunkt wegen Benutzung durch fremde Personen.