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Aus der Kirchengeschichte
Das Dorf Schönbrunn gehört seit 1582 zur Kirche Oelsnitz. Die Schönbrunner Einwohner gaben bereits 1544 die 30. Garbe an die Pfarr von Oelsnitz ab. Der „Kirchsteig" ist zum Symbol für die Bürger geworden, da er fast ausschließlich zum Kirchgang nach Oelsnitz genutzt wurde. Das Kirchweihfest (Kirmes) feiert Schönbrunn am Sonntag vor Martin Luther (nicht vor dem 3. November und nicht nach dem 9. November).
Am 16. Januar 1906 richtete die Gemeinde an den Kirchenvorstand Oelsnitz ein Gesuch, einen eigenen Friedhof zu errichten. Der Rittergutsbesitzer Stengel gab den sogenannten Vogelherd zu billigem Preis ab und ließ eine eigene Begräbnisstelle für sich und seine Familie errichten. Zur Friedhofsanlegung wurden Darlehen von 6.000 Mark und für die Glockenanschaffung von 1.000 Mark gewährt.
Dem Friedhofsausschuß gehörten 1906 an: Herr Pastor Jost (Bezirksgeistlicher), Herr Rittergutsbesitzer Stengel, Herr Anton Schiller, Herr Albin Rahm, Herr Albin Gruber.
Mit dem Bau der Friedhofsmauer sowie der Sprech- und Leichenhalle wurde der Oelsnitzer Baumeister Herr Oskar Bleicher beauftragt.
Am 1. Februar 1908 wurde der Einbau des Glockenstuhls für die Aufnahme dreier Glocken in Gewicht von 300, 175 und 85 kg — zwei neben einander, eine darunterhängend — begonnen.
Am 9. Juni 1908 wurde die feierliche Glocken weihe vollzogen. Es war ein großer Höhepunk im Ort, junge Mädchen in weißen Kleidern begleiteten die geschmückten Pferdewagen des Rittergutes, auf denen die Glocken transportiert wurden, zur Kapelle. Die 3 Bronzeglocken wurden von der Firma Schilling in Apolda gegossen.
Während des I. Weltkrieges wurden die beiden großen Glocken eingeschmolzen, der II. Weltkrieg forderte die 3. Glocke.
1909 gehörten der Gemeindevorstand Herr Gottfried und der Rittergutsbesitzer Stengel zum Kirchenvorstand Oelsnitz. Die Inventarliste aus dem Jahre 1910 besagt, daß die damaliger Schönbrunner Konfirmanden einen silbernes Abendmahlkelch, Herr C. W. Koch einen Altarteppich und der Oelsnitzer Stadtrat ein silberne Kruzifix sowie zwei silberne Leuchter als Geschenke übergaben.