Hauptmenü
Ortsteile > Ottengrün
Handwerk Handel und Gewerbe
Gewerbe gab es in Ottengrün sehr wenig. Seit jeher wurde der Ort von der Landwirtschaft geprägt.
1880 errichtete Johann Michael Albert eine Restaurattion , auch Schankwirtschaft genannt.
Ab 1906 war Gustav Albert Inhaber dieser Wirtschaft. Auch 1930 betrieb er neben der Landwirtschaft noch die Restauration. Bekannt und beliebt war eine Käsespezialität seiner Frau Berta. Bis zu seinem Tod 1948 war Gustav Albert Schankwirt, danach verkaufte seine Frau nur noch Flaschenbier.
Eine Aussiedlerin aus Ostpreußen, Anna Glaser führte den Flaschenbierhandel fort, ehe Kurt Hecker um ? wieder eine Gaststätte eröffnette. Er führte sie bis zu seiner Aussiedlung 1952.
Mitte der 50er Jahre wurde das Gasthaus Konsum. Verkäuferin war die zurückgekehrte Frau von Kurt Hecker, Dora Hecker. Danach Edeltraud Mocker.
Seit 1961 ist das ehemalige Gasthaus ausschließlich Wohnhaus. In diesem Jahr zog die Konsumverkaufstelle in das Haus der Minna Knoll. Edeltraud Mocker war noch bis zum August 1969 Verkäuferin, danach Gudrun Ußfeller und ab ? Christa Richter. Sie blieb Verkäuferin bis zur Schließung 1991.
1986 wurde der Konsum komplett neu umgebaut. Hierbei halfen die Ottengrüner Bürger kräftig mit. Bei dem Umbau am Haus Knoll mit 196 NAW – Stunden und bei Um- bzw. Einräumarbeiten mit 57 NAW – Stunden.
1903 befand sich im Haus von Franz Sünderhauf ein kleiner Laden, der von seiner Frau Anna bis 1932 geführt wurde.
Bereits vor dem Krieg betrieb Minna Knoll einen kleinen Laden für die Waren des täglichen Bedarfs. Zu ihr konnten die Leute auch Sonntag kommen. Ihr Mann Kurt Knoll war als Fuhrunternehmer tätig und lieferte die Milch nach Plauen und Hof. Später übernahm diese Aufgabe der Sohn von Minna Knoll, Alfred Knoll. Er war fortan nicht mehr mit dem Pferdewagen unterwegs, sondern mit dem LKW. 1961 wurde die Familie ausgesiedelt.
Nach der Schließung der Konsumverkaufstell meldete Gerlinde Rohling einen Lebensmittelverkauf an. Dieser war nur von kurzer Dauer.
Eine Bäckerei gab es im Ort nicht. Die meisten Bauern haben ihr Brot selbst gebacken. Auch an die Schankwirtschaft wurde bereits 1880 ein Backofen angebaut. Später versorgten sich die Ottengrüner über die Bäckerei in Bobenneukirchen.
Handwerker gab es nur wenige im Ort, so den Dorfschmied Arno Albert, der sein Gewerbe am 25.01 1931 anmeldete und bis 1977 führte. Danach übernahm sein Sohn Heinz Albert das Geschäft.
Korbmacher waren: Degenkolb Otto und Müller Otto.
1881 gab es einen Schuhmacher in Ottengrün, Johann Adam Schäfer. Von 1913 bis 1922 war der Plauener Albin Wilfert, der in Ottengrün ein Haus kaufte als Schuster tätig. Nachfolger in diesem Handwerk gab es keine.
1929 war Otto Degenkolb Dorfmaurer, 1946 Arno Degenkolb.
Ein Leben lang als Zimmermann war Max Sünderhauf tätig.
Oskar Hofmann, der Bürgermeister war nebenbei Fleischer.
Ein Verkaufsfahrzeug der BHG hielt ab 1973 einmal im Monat in der Gemeinde. Außerdem erfolgten monatlich Verkaufseinsätze mit Industrie- und Textilwaren.