Bösenbrunn i.Vogtl.


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FFw Schönbrunn

Feuerwehr

Aus der Geschichte
des Feuerlöschwesens


Der erste Nachweis über das Feuerlöschwesen wurde am 10. Juli 1870 mit dem Ankauf einer Saug- und Druckspritze für 452 Taler erbracht.
Am 10. November 1882 wurde die 1. Feuerlöschordnung für die Gemeinde mit Einschluß des Rittergutes Schönbrunn durch die Königliche Amtshauptmannschaft in Kraft gesetzt. 1882 bestand der Feuerlöschverband Schönbrunn aus folgendem: 1 Spritzenhaus, 1 Feuerspritze mit Zubringer, 5 Pakete Schläuche, 6 Stück kleine Feuereimer, 20 Stück Armschilder, 3 Feuerleitern (bis 1930 am Haus Jäckel befestigt), 3 Feuerhaken, 24 Mann, 1 Spritzenmeister, 1 Stellvertreter, 2 Rohrführer, 2 Feuerläufer.
Im Mai und Juli jedes Jahres wurden Spritzproben durchgeführt, zu denen alle männlichen Personen von 18-60 Jahren verpflichtet wurden.
Bei entstandenem Feuer im Ort oder bei auswärtigem Feuer hatte der Nachtwächter durch kurz aufeinanderfolgendes Blasen einer Hornpfeife zu alarmieren.
Die Gemeinde besaß zu diesem Zeitpunkt 5 Teiche und 2 Brunnen mit ausreichender Wasserkraft.
Am 1. Februar 1891 wurden der Schuhmacher Robert Kießling als Spritzenmeister und dessen Stellvertreter, Schmiedemeister Anton Gerbeth, gewählt.
Um 1890 kam es zu einem Brand, bei dem die Gehöfte Gruber, Schnabel und Gebhardt vernichtet wurden.
Ab April 1901 bestand die Möglichkeit für Besitzer mit weichbedachten Gebäuden, Abschlüsse zur Feuerversicherung zu tätigen.
1906 brannte es in der Bäckerei Wittig. 1919 fand in der Gemeinde eine Feuerstättenrevision statt. Der Hauptmangel waren die Aschegruben.
1925 entstand ein Brand im Schweinestall des Rittergutes Stengel.
1929 wurde eine Pflichtfeuerwehr der 18-50jährigen mit 3 Abteilungen gegründet; die 1. Abteilung: Löschmannschaft von 24 Mann, die 2. Abteilung,: Rettungsmannschaft 12 Mann und die 3. Abteilung: Wachmannschaft mit 10 Mann. Die hiesigen Pferdebesitzer wurden zur Spritzenbespannung verpflichtet.
1942 wurde auf Empfehlung der Behörden, eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.
Nach dem Krieg übernahm Walter Habicht die Leitung der Feuerwehr. 1947 erhielt diese die erste tragbare Motorspritze, die eine Leistung von 3001 Wasser pro Minute hatte. Von 1947 bis 1958 leitete Franz Minks die Feuerwehr.
In der Neujahrsnacht 1951/52 kam es im Tanzsaal des Gasthofes zu einem Dielenbrand.
Bis Anfang der fünfziger Jahre wurde das alte Spritzenhaus, danach der Keller unterhalb des Saales genutzt. Ende der fünfziger Jahre erhielten die Kameraden der FFw eine Fladerspritze, die eine Leistung von 600 Liter Wasser pro Minute hatte. Nach Franz Minks leiteten über 10 Jahre Manfred Michael und nach ihm 20 Jahre Siegfried Degenkolb die Wehr. Seit 1991 steht Dieter Löffler als Wehrleiter den 26 Mitgliedern vor.
Am 2. Juli 1957 kam es zu einem Brand auf dem Gehöft Neidel im Unterdorf.
Der alte Trockenturm an der Giebelseite von Ruderts Scheune stand bis 1965. 1968 wurde das neue Feuerwehrgerätehaus im NAW errichtet und 1969 erhielt die Feuerwehr eine Tragkraftspritze (TS 8).
1969 kam es durch Kinderhand zu einem Dielenbrand auf dem Boden der Gaststätte. 1977 entstand durch Kinderhand in der LPG ein Scheunenbrand. Am 23. Juli 1986 brannte durch Blitzschlag beim Bürger Josef Walter die Scheune ab.
1991 betrug die Stärke der Feuerwehr 19 Kameraden und 12 Ehrenmitglieder. 1992 wurde vom DRK ein B 1000 zur Nutzung als Schlauchwagen gekauft. Die Stärke der Wehr beträgt im Juli 1993 26 Mitglieder.

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