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Die Fuchsmühle
Die Fuchsmühle liegt im Ortsteil Untertriebelbach auf Flurstück 406. Bereits 1622 wird die Fuchsmühle in Zusammenhang mit einem Pochwerk erwähnt.
1683 erscheint Hanns Richter als Pachtmüller (zweigängige Mühle, Mahlgeld für 1 Scheffel:
1 Groschen 6 Pfennige). Quelle: Beierlein 1937; S. 81; 83.
Zu dieser Zeit gehörte die Mühle zur Gerichts - und Eigentumherrschaft des Herrn Adam Ulrich von Neidpergk. Die Besitzer der Mühlbäche wurden angehalten bei der Perlenfischerei die Wehre zu schließen. Auch eine enge Verbindung von Fuchsmühle und Bergbau war von je her vorhanden. So wurde die Fuchsmühle 1711 für den Bergbau gepachtet. Der Pachtvertrag wurde 1713 erneuert (Fotokopie des Originalpachtvertrages vorhanden).
Das noch heute bestehende Gebäude mit Wetterfahne ist um 1740 entstanden.
Seit dem 21.02.1812 ist laut Lehensbrief Johann Georg Jahn Besitzer der Fuchsmühle. Er hatte drei viertel "Dresdner Maaß" Zinshafer zu zinsen.
Eine Kopie des Lehrbriefes von Meister Johann Georg Jahn, "Müller der Fuchsmühle" für seine 4 Söhne, die eine dreijährige Lehrzeit als Müller abschlossen und auf Wanderschaft gingen, ist in der Heimatstube Schönbrunn zu sehen.
Um 1900 war Otto Jahn Mühlenbesitzer. Am 9. Februar beginnt dieser mit dem Scheunenneubau. Am 4. Juli erscheint die Fertigstellungsmeldung. Zwei Jahre später, am 4. Juni 1902 bittet Otto Jahn an der "Canzleistelle" um Genehmigung zur Umlegung einer Betriebskraftleitung von seiner Mühle zur Scheune über den "Kommunikationsweg Bösenbrunn - Lauterbach mittels Transmission". Mit dieser "wolle er das Getreide in seiner Scheune dreschen".
Unter folgenden Bedingungen wurde es genehmigt:
" Die Genehmigung zur Einlegung in den Kommunikationsweg kann jederzeit entschädigungslos wiederrufen werden.
" Die Transmissionsstange ist in einem gut gemauerten Tunnel zu legen und mit wiederstandsfähigen Platten abzudecken.
" Der Verkehr darf durch den Bau und durch den Betrieb nicht gestört werden.
Am 21. Dezember 1902 wurde das Vorhaben fertiggestellt. "Die Schutzvorrichtungen sind ganz genau nach Vorschrift".
1950 wurden ein zweigeschossiger Lagerraum führ die Mehlmühle und 1959 ein Schweinestall und eine Futterküche angebaut.
Seit Generationen befand sich die Mühle im Besitz der Familie Jahn. Nach dem Erich Jahn, ein weiterer Besitzer im II. Weltkrieg gefallen war, führte seine Frau Gertrud das Gewerbe bis 1952 fort. Danach ging es an Albert Jahn, ihren zweiten Ehemann und Bruder des Gefallenen über. Ab 1972 setzte sein Sohn, Gottfried Jahn, die Mühle noch nach Bedarf in Betrieb.
Eine seit 1910 unveränderte Schneidmühle wird auch heute noch gelegentlich für Schauvorführungen genutzt, ebenso der historische Backofen.